HMS und Technische Hochschule Mittelhessen (THM) kooperieren

„Uns ist es sehr wichtig, dass der Übergang von der Schule zur Hochschule gelingt. Deshalb versuchen wir, mit den Schulen noch stärker ins Gespräch zu kommen“, erläutert Prof. Dr. Katja Specht, an der TH Mittelhessen als Vizepräsidentin zuständig für Studium und Lehre, die kooperative Ausrichtung ihrer Hochschule. Ein besonderes Anliegen bestehe darin, Interesse für die ingenieurwissenschaftlichen Fächer zu wecken: „Das sind Qualifikationen, die wir für die Zukunft brauchen.“

Die THM arbeitet schon seit vielen Jahren erfolgreich mit der Heinrich-Mann-Schule zusammen. Die Kurse der naturwissenschaftlichen Fächer (MINT) nehmen regelmäßig Möglichkeiten zur Teilnahme an Vorlesungen wahr. Am Ende der Qualifikationsphase finden für MINT-Schüler/innen Praktikumstage mit entsprechenden Kolloquien statt. Über die durchgeführten Experimente fertigen die Schüler/innen unter der Anleitung von Mitarbeitern der THM entsprechende Hausarbeiten mit Auswertungen an und präsentieren ihre Ergebnisse anschließend vor interessierten Gruppen.

Jetzt haben die beiden Einrichtungen einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. „Durch den Austausch von theoretischem und praktischem Fachwissen aus Didaktik, Lehre und Forschung sowie die gegenseitige Unterstützung in Ausbildung und Praxis soll die Qualität der Angebote an Schülerinnen, Schüler und Studierende verbessert werden“, heißt es in der Präambel des Vertrags.

In Zukunft wollen Schule und Hochschule die Zusammenarbeit deutlich ausbauen. So sollen Projektwochen oder Schülerpraktika für verschiedene Altersstufen, auch besonders für jüngere Schüler/innen, an der THM ermöglicht werden. Die Hochschule wird sich auch an Berufs- und Studienorientierungsmaßnahmen beteiligen.

Lea-Sophie Fleck, Studienberaterin der THM, wies auf das umfangreiche Spektrum der Zentralen Studienberatung der THM hin, das sowohl Angebote für Schüler wie für Lehrer umfasst.

Nach Aussagen von Hans Peter Löw, Leiter der kooperativen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, kann die Schule den Auftrag, Berufsorientierung zu leisten, nur mit Partnern erreichen. Deshalb sei die Zusammenarbeit hochwillkommen. Sein Stellvertreter Rolf Adolf Claas ergänzte, dass es wichtig sei, den Zusammenhang zwischen dem, was die Schüler theoretisch lernten, und dem, was man praktisch damit anfangen könne, herzustellen. Dafür sei eine Hochschule für angewandte Wissenschaften sehr viel besser geeignet als eine Universität.

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