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Europatag an der HMS

Thomas Mann im Kreise der Oberstufenschüler der HMS

EU-Abgeordneter Thomas Mann besuchte die Heinrich-Mann-Schule (HMS) Dietzenbach

Anlässlich des Europatags am 09. Mai hat PoWi-Fachsprecherin Julia Scheuermann Thomas Mann zu einer Veranstaltung für alle E-Phasen-Schüler an die HMS eingeladen. „Ein solcher Europatag ist wichtig, um die Schüler nochmals für die Werte der EU zu sensibilisieren und zu verdeutlichen, dass ein solches System Risse bekommen kann, wenn man als Bürger nicht für die demokratischen, rechtsstaatlichen und friedlichen Werte der EU eintritt“, so die Organisatorin.
Die EU erinnert jedes Jahr damit an die Vorstellung von Robert Schumanns Idee über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl im Jahr 1950. Dies war historisch der Beginn einer friedlichen Einigung Europas nach dem zweiten Weltkrieg und damit der Startschuss für die heutige EU. Somit ein Grund zum Feiern, so sahen es auch die rund 120 Oberstufenschüler.
Die diesjährige Europawoche stand unter dem Motto „60 Jahre Römische Verträge – Europa im Wandel“. Dieses Motto spiegelte sich auch in den Fragen der Schüler wider. Thomas Mann, der bereits seit 1994 als Abgeordneter des Europa-Parlaments tätig ist, berichtete über die aktuellen Themen aus Straßburg und Brüssel, über seine Tätigkeit als Abgeordneter, und weshalb ihm die EU so wichtig ist. „Als deutscher Europäer und europäischer Deutscher gestalte ich seit 1994 im Europäischen Parlament die Politik mit. Über Landesgrenzen hinweg erlebe ich immer wieder, wie aus anfänglich starken Konflikten ein Konsens entsteht. Hart geführte Debatten, ebenso parteiübergreifende Kompromisse prägen mein Engagement“, so Thomas Mann.
Während des Gespräches mit den E-Phasen-Schülern wurde ein weit gefächerter Themenkanon behandelt. So ging es um die Einführung der PKW-Maut in Deutschland ebenso wie um die Verhandlungen um den EU-Austritt Großbritanniens nach der Brexit-Entscheidung und mögliche Folgen für andere Länder.
Ein weiterer Schwerpunkt bildete Frankreich und die dortige Präsidentschaftswahl mit Marine Le Pen und Emmanuel Macron: Welche Folgen hätte ein Sieg Le Pens für die EU gehabt? Und welche Hoffnungen ruhen nun auf Macron?
Dies waren nur einige Fragen, die durch die Schüler gestellt wurden. Die Rolle der Türkei beim Flüchtlingsabkommen und ein mögliche Weiterführung der Beitrittsgespräche waren für die Schüler von großem Interesse. „Es war ein aufschlussreicher Vortrag und man hat einen interessanten Einblick in die Arbeit des EU-Parlaments bekommen. Die Veranstaltung war sehr gut und ansprechend für unsere Altersgruppe, so dass unser Interesse geweckt wurde. Die anschließende Fragerunde war eine großartige Möglichkeit all seine offenen Fragen rund um die EU von einem Experten beantworten zu lassen,“ so Sophie Ismailov und Isabell Stark (beide E04) nach der Veranstaltung.
„Wir müssen die Prinzipien Solidarität und Subsidiarität bewahren und beispielhafte gesellschaftliche Maßstäbe setzen,“ so Thomas Mann in seinem Plädoyer zur EU, worauf Armin Samadi (E04) mit folgenden Worten reagierte „Das Gespräch mit dem Europaabgerodneten fand ich sehr interessant, da wir als Schüler nähere Einblicke bekommen haben, wie Europa ‚funktioniert‘, wie es nach den ganzen Krisen weitergeht, und auch den Beruf des Politikers haben wir kennenlernen dürfen.“

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